Patron Citronge Extra Fine Orange Liqueur

Orangenlikör gibt es unter vielen Namen. Triple Sec, Curacao oder Orangecello. Bekannt sind Marken wie Grand Marnier und Cointreau. Wir haben einen ganz anderen Orangenlikör entdeckt.

Er kommt aus dem Hause Patron, besser bekannt für seine Tequilas. Aus dem Hochland von Jalisco in Mexiko stammt der Citronge. Er wird aus Orangen von Haiti und Jamaica hergestellt, gesüßt mit Rohrzucker.

Auch wenn den Citronge keinen Tequila enthält, deuten die Aromen bei der Verkostung darauf hin. In der Nase ist er neben der Orange, die natürlich deutlich hervortritt, rauchig und mit einer Tequilanote. Dazu kommt ein Hauch Zitrone oder Limette. Es klingt jetzt komisch, aber wir assoziieren mit dem Geruch getoastetes Heu. Der Alkohol beisst leicht in der Nase.

Im Geschmack ist dann natürlich deutlich Orange auszumachen. Der Citronge ist süß, leicht bitter, und kommt auch hier mit einer Note, die an Reposado Tequila erinnert. Insgesamt ist er sehr rund, wenn auch die 40% Alkohol erst mal recht stark erscheinen.

Wir finden den Patron Citronge sehr schön, und er ist hier inzwischen zum Standard-Orangenlikör geworden. Ihr wollt selber probieren? Hier bei Amazon könnt ihr ihn bestellen.

Seelbach Cocktail

Cocktail Bitters sind für viele die Würze im Cocktail. Ein oder zwei Dashes können deutlich den Geschmack verändern oder auch nur abrunden. Das eine oder andere Dash zu viel kann aber auch alles verderben. Nicht viele Drinks vergeben den Schüttler zu viel an der Flasche.

Dagegen kann der Seelbach Cocktail wohl nicht genug der bitteren Würze bekommen. Vierzehn Dashes an Bitters geben ihm den Schliff.

Im Gegensatz zum klassischen Seelbach, der mit Champagner hergestellt wird, haben wir Cremant de Alsace von Calixte benutzt. Im Grunde könnte man auch Prosecco, Cava oder auch Rieslingsekt nehmen. Das alles ist nur eine Frage der Herkunft und des Geschmacks.

Wir nehmen also 3 cl Bourbon, welchen ist auch eine Frage des Geschmacks. Wir haben den billigen Pennypacker von Rewe zum probieren genommen und fanden den gar nicht mal so schlecht im Ergebnis. Zumindest überraschte er uns. Dazu kamen 1,5 cl Triple Sec, bei uns Patron Citronge, welches auch Gary Regan in The Joy of Mixology empfiehlt.

Das ganze wird mit 7 Dashes Angustura Bitters und 7 Dashes Peychaud Bitters, wir haben Bitter Truth Aromatic Bitters genommen, verfeinert. Dann füllt man das Glas, eine Sektflöte tut da gut, mit dem Champagner oder eben wie bei uns mit dem Cremant auf.

Heraus kommt der Seelbach Cocktail. Sehr lecker, der Bourbon schmeckt hervor, ohne sich aufzudrängen. Die Bitters passen, ohne zu viel zu sein. Eine Runde Sache ist das.