LSS017 – BBQ im Zirkuszelt

Nach zwei Monaten Pause sind wir zurück. Mit der längsten Folge ever. Wir bitte um Entschuldigung für das Handystrahlen in der Mitte, es ist aber nicht lang.

Die Shownotes:

00:00:00 – Begrüßung, Hi Ho Cocktail, kleines Resümee, wir haben die Gläser vergessen, kurze Vorschau, Auto verreckt, Thai (Bar) in Bad-Sooden Allendorf
00:11:05 – Applaus Stuttgart Dry Gin, Dr. Dr. Hans-Otto Frey, über die Flasche, Markus wird Gewichtheber, Halbliterflaschen, Refugin, fairer Handel, zurück zum Gin, über Korken, wir probieren endlich, Verwendungsmöglichkeiten, probieren mit Eis, wir waren bei Celestial Seasonings, Folge mit Roundhouse Gin, Cody Road Rye Rückblick
00:33:15 Wulksfelder Kartoffelfeuer, von der Feingeisterei, 5continents Gin, Kochshow mit Wepper und Schubeck, feingeisterei im NDR (Handyverstrahlt), wir probieren, Vergleich zu Vodka, wir probieren mit Bitters und Wermut, Anwendungsmöglichkeitenüberlegungen, Bergamottenschale in Vodka, Cocktialpodcast Zitrusfrüchte, unser Wasserkrug, über die Islay Whiskeys die kommen
00:52:12 Caol Ila 12 Jahre, über den Caol Ila, Chivas 12, wir probieren den Caol Ila, von alten und neuen Thailand-Urlauben
01:05:41 Lagavulin 16 Jahre, wir probieren, über Lack, zurück zum Lagavulin, über Singapur und Reisemitbringsel
01:17:00 Knob Creek, Folge mit Booker’s, Jim Beam Small Batch Series, Vergleich Knob zu Booker’s, wir probieren, Lagavulin als Old Fashioned – eine Überlegung, und tschüss

Carpano Antica Formula

Wir sind wohl nicht die ersten, die vorhersagen, dass Wermut eines der nächste großen Themen auf dem Getränke- bzw. Spirituosen-Markt ist.

Einer der Klassiker unter den Wermuts (Wermuten? – Wermutgetränken? – aufgespriteten Weinen?) ist wohl der Antica Formula von Carpano. Dieser wird noch heute so hergestellt, wie das Originalrezept von 1786 es vorgibt. Damals hatte Antonio Benedetto Carpano in Turin, wohl der Geburtsstadt des Wermuts, es so kreiert.

Auch wenn Wermut eigentlich für Cocktails verwendet wird, haben wir den Antica Formula mal pur probiert. Die rot-goldene Flüssigkeit, die im Glas auch erst mal ein dunkler Sherry sein könnte, erinnert uns erst stark an Weihnachten und auch ein bisschen an guten Glühwein. Es riecht sofort winterlich. Wir haben Orange in der Nase, ebenso wie Früchtebrot und Datteln.

Süß und fruchtig schmeckt der Carpano. Im Abgang ist er etwas bitter. Wir schmecken Orange und Trockenpflaumen. Dazu Feigen, Dattel und eben wieder Früchtebrot oder einen Weihnachtskuchen. Damit passt er sehr gut in die Jahreszeit.

Wir mögen den Antica Formula sehr. Besonders das ungewohnte Geschmacksprofil für einen Wermut zeichnet ihn aus.

Wenn Ihr selber probieren wollt, könnt Ihr den Carpano bei Amazon bestellen.

Patron Citronge Extra Fine Orange Liqueur

Orangenlikör gibt es unter vielen Namen. Triple Sec, Curacao oder Orangecello. Bekannt sind Marken wie Grand Marnier und Cointreau. Wir haben einen ganz anderen Orangenlikör entdeckt.

Er kommt aus dem Hause Patron, besser bekannt für seine Tequilas. Aus dem Hochland von Jalisco in Mexiko stammt der Citronge. Er wird aus Orangen von Haiti und Jamaica hergestellt, gesüßt mit Rohrzucker.

Auch wenn den Citronge keinen Tequila enthält, deuten die Aromen bei der Verkostung darauf hin. In der Nase ist er neben der Orange, die natürlich deutlich hervortritt, rauchig und mit einer Tequilanote. Dazu kommt ein Hauch Zitrone oder Limette. Es klingt jetzt komisch, aber wir assoziieren mit dem Geruch getoastetes Heu. Der Alkohol beisst leicht in der Nase.

Im Geschmack ist dann natürlich deutlich Orange auszumachen. Der Citronge ist süß, leicht bitter, und kommt auch hier mit einer Note, die an Reposado Tequila erinnert. Insgesamt ist er sehr rund, wenn auch die 40% Alkohol erst mal recht stark erscheinen.

Wir finden den Patron Citronge sehr schön, und er ist hier inzwischen zum Standard-Orangenlikör geworden. Ihr wollt selber probieren? Hier bei Amazon könnt ihr ihn bestellen.

Jose Cuervo Tradicional Tequila Reposado

Tequila ist sonst so nicht mein Thema. Ich kenne mich hier mit der Materie einfach zu wenig aus. Doch als der Jose Cuervo Tradicional Reposado beim Mixology Taste Forum auf Platz Eins landete und selbst die Liebste sagte, der ist was Ordentliches, musste er ins Haus.

Der Jose Cuervo muss als Reposado mindestens zwei Monate in Eichenholz reifen. Damit er sich Tequlia nennen darf, muss er aus 100% Blauer Agave sein. Letzteres ist er schon mal. Über die Lagerdauer gibt Cuervo leider nichts an, aber was so zu finden ist, spricht von vier bis sechs Monaten.

Also, probieren wir. In der Nase haben wir rauchige und süßliche Aromen. Ein leichter Hauch von Orange ist eben so vorhanden wir Honig und Vanille. Auch einen Hauch Ananas finden wir.

Der strohgelbe Tequila schmeckt rauchig holzig. Milde fruchtige Aromen von Agave haben wir auf der Zunge. Auch hier schmecken wir Vanille und das Eichenholz. Im Abgang ist er würzig pfefferig.

Uns gefällt dieser Tequila sehr gut. Pur kann man ihn schön trinken. Auch auch in Cocktails lässt er sich gut verwenden. Gemixt haben wir mit ihm die Buttermilch Margarita und fanden auch das köstlich.

LSS016 – Craft Beer

Wir waren in Franken und haben Bier mitgebracht. Markus kam dazu und hat auch was mitgebracht. Also haben wir uns dem Craft Beer gewidmet und mal ein paar probiert. Krankheitsbedingt dieses mal ohne Kapitelmarken und nur kurze Shownotes mit den verkosteten Bieren. In Folge 2 gab es übrigens auch schon mal ein Bier, das Gänstaller Amber Weizenbock. Und lasst Euch nicht wundern, auf dem Bild ist mehr zu sehen, als wir getrunken haben.

Shownotes:

20 – Private Brauereien Bayern
16 – Private Brauereien Bayern
Mashsee Trainigslager
Von Freude Boulevard
And Union Friday 

Keines der verkosteten aber viele andere Craft Beer (Pakete) sind bei Amazon erhältlich.

Malibu Caribbean Rum with Coconut & Mango

Gruselige Mischungen in der Dose gibt es viele. Sie wie wir diese in Holland entdeckt haben. Karibischer Rum wurde hier mit Kokos, Malibu steht ja als Marke drauf, und Mango gemixt. So eine ähnliche Mischung hatten wir schon mal mit Birne verkostet und waren ja nicht so begeistert.

Nun, auch die Sorte Mango kann nicht überzeugen. Es geht ein penetranter Geruch von Kokos von diesem Getränk aus. Es erinnert uns eher an Kokossonnenöl als an einen Drink. So schmeckt es dann auch. Penetrant nach Kokos. Dazu ist es noch zu süß.

Weder Mango noch Rum ist zu schmecken. Beidem wird einfach eins vom Kokosaroma übergebügelt. Richtig abgestimmt geht anders. Also auch hier: Muss man das trinken? Nein.

Jim Beam Lime Splash

In zwei Folgen haben wir schon Jim Beam in Dosen probiert. In Nr. 14 war es mit Cola und in Nr. 15 Honey & Ginger Ale. Und weil wir so begeistert waren, musste ich natürlich auch noch die dritte Variante, die gefühlt seit einer Ewigkeit hier im Kühlschrank steht, probieren.

So ganz will ich nicht verstehen, was wir hier eigentlich in der Dose haben. Auf der Website von Jim Beam steht

Der frische Sommer-Mix aus echtem Kentucky Straight Bourbon Whiskey und einem erfrischenden Spritzer Limette.

Ich verstehe das so, als wäre es reiner Bourbon mit eben einem “Spritzer Limette”. Auf der Dose allerdings gibt es eine Zutatenliste und da steht was von 11,4 % Jim Beam Bourbon. Das widerspricht sich.

In Wirklichkeit ist es eine Zitrus-Limonade in der eben etwa 10% Jim Beam drin ist. So schmeckt und riecht es dann auch. Eben leicht säuerlich zitrussig. Der Bourbon ist praktisch nicht zu schmecken. Hauptsächlich denken wir an eine zitrussige Limonade. Und dabei nicht mal an eine gute.

Vergleiche ich die drei Produkte miteinander, hat die Dose mit dem Lime Splash noch den besten Inhalt. Noch ein mal kaufen würde ich es aber trotzdem nicht.

The Story of Kacato – Dactari German Cacao Spirit

Auch wenn wir den Kacato schon im Podcast besprochen haben, dachten wir uns, er hätte einen eigenen Artikel verdient. So gut hat er uns gefallen. Und das hat nicht mal damit zu tun, dass uns Dactari die Flasche zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank noch mal dafür.

The Story of Kacato gibt es erst seit ein paar Monaten, die Spirituose aus Kakao hat es aber schon in viele Herzen geschafft. Mit 35% vol. Alk. liegt sie eher im niedrigen Bereich. Das bringt allerdings ein weiches Gefühl in den Mund. Eben so wie den Schokoladengeschmack.

Wir haben deutlich Kakao und Schokolade auf der Zunge. Der Kacato erinnert uns an ein Schokoladeneis. Weich und langanhaltend ist der Schokoladengeschmack. So völlig unerwartet in einer Spirituose, dass wir sehr überrascht und sehr schnell überzeugt waren.

Dactari nutzt zu 100% reine Kakaobohnen, keine Aromen und keine Geschmacksverstärker. Um so spannender finden wir, dass die reine Essenz von Schokolade in dieser Flüssigkeit steckt.

Wenn Ihr selbst probieren wollt, was wir dringend anraten müssen, dann könnt Ihr die 0,5l-Flasche für knapp 36 Euro direkt bei Dactari bestellen.